Die drei Varianten und was sie kosten
| Variante | Felder | Hausvorteil |
|---|---|---|
| Französisch mit La Partage | 37 | 1,35 % auf einfache Chancen |
| Europäisch (eine Null) | 37 | 2,70 % |
| Amerikanisch (Null und Doppelnull) | 38 | 5,26 % |
Rechnen Sie das einmal in Franken um. Bei hundert Franken Umsatz pro Stunde kostet Sie der französische Tisch 1.35 Franken, der amerikanische 5.26. Über einen Abend mit tausend Franken Umsatz sind das dreizehn gegenüber dreiundfünfzig Franken. Keine Einsatzstrategie der Welt holt diesen Unterschied herein.
Was La Partage genau bedeutet
Fällt die Kugel auf Null und Sie hatten auf eine einfache Chance gesetzt — Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade, Hoch oder Tief —, bekommen Sie die Hälfte Ihres Einsatzes zurück. Der Hausvorteil auf genau diesen Wetten halbiert sich damit. Auf Zahlenwetten und Dutzende gilt die Regel nicht, dort bleibt es bei 2,7 Prozent.
Eine verwandte Regel heisst En Prison: Der Einsatz bleibt bei Null stehen und wird in der nächsten Runde wiederholt. Rechnerisch führt das zum selben Ergebnis. Beide Regeln finden Sie an französischen Tischen, online meist als «French Roulette» bezeichnet.
Wenn Sie nur eine Sache über Roulette behalten: Setzen Sie auf einfache Chancen an einem französischen Tisch. Das ist die beste verfügbare Wette und verlangt null Lernaufwand.
Warum die Systeme nicht helfen
Martingale verdoppelt nach jedem Verlust, d’Alembert erhöht um eine Einheit, Fibonacci folgt der bekannten Zahlenfolge. Alle drei verändern die Verteilung Ihrer Einsätze, nicht die Wahrscheinlichkeit einer Runde. Der Hausvorteil wirkt auf jede Runde einzeln, also auch auf jede Runde eines Systems.
Bei Martingale kommt das Tischlimit dazu. Wer mit einem Franken beginnt, setzt nach sieben Verlusten 128 Franken, und viele Tische enden bei fünfhundert. Sieben Verluste in Folge bei einer einfachen Chance treten etwa alle 130 Runden auf — also an einem gewöhnlichen Abend mehrfach. Mehr zu diesem Thema unter Strategien und Tipps.

Digital oder live
Das digitale Roulette läuft mit Zufallsgenerator, ist schnell und beginnt oft bei zehn Rappen. Der Live-Tisch läuft mit echtem Rad, ist langsamer und beginnt meist bei einem Franken. Weil der Hausvorteil pro Runde wirkt und der Live-Tisch weniger Runden pro Stunde schafft, ist er bei gleichem Einsatz der günstigere Zeitvertreib. Details unter Live Casino.
Die Wetten und ihre Auszahlungen
- Einfache Chancen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, 1–18/19–36): 1:1, die rechnerisch beste Wette.
- Dutzende und Kolonnen: 2:1, gleicher Hausvorteil, höhere Schwankung.
- Plein, eine einzelne Zahl: 35:1, gleicher Hausvorteil, sehr hohe Schwankung.
- Nachbarn und Serien: Kombinationswetten auf Radsektoren, keine bessere Quote, nur eine andere Streuung.
Alle Wetten am selben Tisch haben denselben Hausvorteil. Was sich unterscheidet, ist ausschliesslich, wie stark Ihr Guthaben schwankt.
Häufige Fragen
Welche Variante soll ich wählen?
Französisch mit La Partage, wenn verfügbar. Sonst europäisch mit einer Null. Amerikanisch nie, wenn es eine Alternative gibt.
Bringt es etwas, auf «fällige» Zahlen zu setzen?
Nein. Das Rad hat kein Gedächtnis, und zwanzigmal Rot in Folge ändert die nächste Runde nicht.
Zählt Roulette für Bonusumsätze?
Meist nur zu zehn Prozent oder gar nicht. Das steht im Regelwerk des jeweiligen Angebots.
Gibt es einen Unterschied zwischen Anbietern?
Beim Rad nicht, bei den Limiten und bei der Verfügbarkeit französischer Tische schon.